Aus der Amazon.de-Redaktion
Zwei Überraschungen hält dieser Soundtrack zu jenem Film parat, den das US-Fachmagazin Variety als "brüllend komisch" beurteilte: Erstens gibt es darauf fünf neue Lieder von Olivia Newton-John zu hören, die seit 1966 insgesamt fünf Nummer-Eins- (u.a. "You're The One That I Want", "Summer Nights", "Physical") sowie 15 Top-Ten-Hits landen konnte und über 50 Millionen Tonträger verkauft hat. Und zweitens werden Musikkenner frohlocken, dass die CD zudem mit Kompositionen von George Clinton aufwartet. Doch gefehlt: Obwohl ihre Namen auf den ersten Blick (abgesehen von dem "S." als Kürzel) absolut identisch und beide Amerikaner sind, handelt es sich im vorliegenden Fall nicht um den exzentrisch-experimentierfreudigen Kopf hinter den innovativen Funkbands Parliament, Funkadelic sowie P-Funk All Stars! Dieser George S.Clinton ist Soundtrack-Komponist und bekannt durch seine Untermalung von
Scary Movie 2 oder den beiden
Austin Powers- beziehungsweise
Mortal Kombat-Filmen!
Den Auftakt bildet das Titelstück, das Olivia Newton-John interpretiert. Die schauspielerfahrene Australierin (Grease, Xanadu), die in der Komödie um Wirrungen in einer texanischen Großfamilie ebenfalls mitwirkt, gibt damit musikalisch den Ton für die insgesamt 55 Minuten vor: Weil die Verfilmung des erfolgreichen Theaterstücks in Texas über die Bühne geht, beinhaltet der dazugehörige Sound (außer dem elektronischen Electro-Pop "Please Don't Be Gay") US-Country pur. In den zwischen puristisch swingenden und pop-rockig pendelnden (semiakustischen) Liedern ebenso wie beim melancholischen Score, wo George S.Clinton auch bluesige Töne anschlägt. Und unter den diversen Songs, die durch englischsprachige Dialogausschnitte getrennt sind, befindet sich zudem eine Komposition von Regisseur Del Shores ("Cheatin"), die der Schauspieler Newell Alexander (Little Nikita) sehr professionell singt. Das klingt durchweg sehr amerikanisch und so erhielt das Album beim "2000 Outfest Filmfestival" in Los Angeles den "Best Soundtrack Audience Award". Angesichts der Tatsache, dass Country in Europa angesagt ist und Garth Brooks, Shania Twain & Co. dort viele Fans haben, könnte der Silberling also auch jenseits des "Teichs" auf Interesse stoßen! --Thomas Hammerl